Al-Tayr

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Heilige Jungfrau Kirche - Gabal El-Tayr.jpg

Die Heilige Familie begab sich von Al-Bahnasa weiter in Richtung Süden in das Städtchen Samalot. Von dort aus überquerte sie den Nil an jener Stelle, wo jetzt das Marienkloster am Berge Al-Tayr (Akors) östlich von Samalot steht. Das Kloster befindet sich ca. 2 km südlich der Fähre von Bany Khaled. Hier liess sich die Heilige Familie in der Grotte nieder, welche heute Bestandteil der altertümlichen Kirche ist.

Der Berg trägt die Bezeichnung Al-Tayr, weil Tausende von Boquiros-Vögeln (Arabisch für Vögel = tayr) sich hier sammeln.

Auch wird er als der Berg der Handfläche bezeichnet, da dort - laut koptischer Überlieferung - der Heiligen Familie folgendes widerfuhr: Als sich die Heilige Familie neben dem Hang befand, löste sich ein Felsbrocke, der sie beinahe erschlagen hätte. Das Jesuskind streckte seine Hand aus und hielt den Felsbrocken auf, so dass er nicht auf sie stürzen konnte. Die Handfläche des Jesuskindes hinterliess in dem Felsbrocken einen Abdruck.

Auf ihrer Reise kam die Heilige Familie ca. 2 km südlich vom Berge Al-Tayr auf der Nil-Uferstrasse an einem hohen Hebachbaum (Lorbeerbaum) vorbei. Die Überlieferung sagt, dass dieser Baum sich vor dem Jesuskind zu Boden neigte. Man kann sehen, wie sich alle Zweige des Baumes zu Boden neigen, während das grüne Laub wieder emporstrebt. Dieser Baum wird im Arabischen als Al-Abed (der Anbeter) bezeichnet.


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